Ein freundliches Gespräch, ein mitgebrachter Einkauf, Hilfe beim Aufbau eines Regals oder das Füttern der Katze während des Urlaubs: Nachbarschaftshilfe zeigt sich oft in kleinen Gesten – und kann den Alltag für viele Menschen leichter und schöner machen.
Eine aktuelle Umfrage von ImmoScout24 zeigt: 39 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher engagieren sich bereits in der Nachbarschaftshilfe. Die Bereitschaft dazu ist noch größer. Sieben von zehn Befragten können sich vorstellen, ältere oder alleinlebende Menschen zu unterstützen.
Ältere Menschen helfen besonders häufig
Besonders interessant ist der Blick auf die Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen: Sie gehören zu jenen, die sich bereits überdurchschnittlich häufig für ihre Nachbarinnen und Nachbarn engagieren.
Ob bei kleinen handwerklichen Arbeiten, bei der Betreuung von Haustieren oder bei der Unterstützung älterer und alleinlebender Menschen – ältere Menschen bringen wertvolle Erfahrungen, Zeit und praktische Fähigkeiten in die Nachbarschaft ein.
Damit sind Seniorinnen und Senioren nicht nur Menschen, die Unterstützung erhalten können. Sie sind selbst wichtige Helferinnen und Helfer, Ratgeberinnen und Ratgeber und oft eine tragende Säule des nachbarschaftlichen Miteinanders.
Viele Möglichkeiten, sich einzubringen
Die Umfrage zeigt, wie vielfältig Nachbarschaftshilfe sein kann. Mehr als die Hälfte der Befragten könnte sich beispielsweise vorstellen, bei Veranstaltungen in der Nachbarschaft mitzuhelfen, Haustiere zu betreuen, kleinere Reparaturen zu übernehmen oder sich um gemeinsame Grünflächen zu kümmern.
Gerade ältere Menschen können hier ihre Lebenserfahrung und ihre Fähigkeiten einbringen. Manchmal ist dafür nicht viel notwendig: ein paar Minuten Zeit, ein offenes Ohr oder die Bereitschaft, dort anzupacken, wo Hilfe gebraucht wird.
Nachbarschaft verbindet
Nachbarschaftshilfe ist aber mehr als praktische Unterstützung. Sie schafft Begegnungen und kann Einsamkeit entgegenwirken. Wer hilft, lernt Menschen aus der eigenen Umgebung kennen. Und wer Hilfe annimmt, weiß: Da ist jemand, auf den ich mich verlassen kann.
Die Ergebnisse der Umfrage machen Mut: Die Bereitschaft, füreinander da zu sein, ist groß. Und gerade Seniorinnen und Senioren zeigen, wie wertvoll freiwilliges Engagement für eine lebendige und menschliche Nachbarschaft sein kann. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, eine Nachbarin oder einen Nachbarn zu fragen: „Kann ich etwas für Sie tun?“


