Pensionen sind keine Almosen, sondern verdienter Anspruch
Für mich ist klar: Das bedeutet Pensionskürzung, gegen die ich mich entschieden verwahre! Das widerspricht dem Versicherungsprinzip und dem Leistungsprinzip. Wer jahrzehntelang gearbeitet, Beiträge geleistet und Verantwortung übernommen hat, muss sich darauf verlassen können, dass seine Pension fair angepasst wird.
Es geht nicht um eine Pensionserhöhung, es geht um einen Wertausgleich!
Wer kürzt, verschärft Altersarmut
Gerade Frauen wären die ersten Verlierer weiterer Einschnitte – weil sie niedrigere Pensionen als Männer haben. Wer da kürzt, verschärft Ungleichheit und fördert Altersarmut.
Deshalb setze ich mich weiterhin mit Nachdruck für die volle Inflationsabgeltung aller Pensionen ein. Die volle Anpassung ist kein Luxus oder eine Großzügigkeit, sondern eine Verpflichtung des Staates – und eine Frage des Respekts gegenüber der beruflichen Lebensleistung.
Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt neue Belastungen ab
Bestärkt fühle ich mich durch eine aktuelle Umfrage der Tageszeitung HEUTE. Mehr als die Hälfte der Befragten – 54 Prozent – lehnt weitere finanzielle Einschnitte bei den Pensionen ab. Unter den Menschen, die bereits in Pension sind, sprechen sich sogar 69 Prozent gegen neue Belastungen aus.
Das zeigt deutlich: Viele Menschen in Österreich sehen, dass Pensionistinnen und Pensionisten bereits einen enormen Beitrag zur Sanierung des Staatshaushalts leisten.
Pensionistinnen und Pensionisten tragen bereits Milliarden zur Budgetsanierung bei
Laut Budgetdienst des Parlaments tragen sie in dieser Legislaturperiode bereits 8,4 Milliarden Euro zur Budgetkonsolidierung bei. Durch:
- die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge von 5,1 % auf 6 % (3,3 Milliarden)
- die Pensionsanpassung 2026 mit nicht vollständiger Abgeltung der Inflation (1,4 Milliarden)
- die Änderungen bei der Korridorpension (2,5 Milliarden)
- die neue Teilpension (1,2 Milliarden)
Keine andere Bevölkerungsgruppe liefert bereits jetzt so viel!
Respekt vor der Lebensleistung statt weiterer Einschnitte
Auch die Selbstbehalte bei Krankentransporten, Zahnregulierungen und andere „kleine“ Belastungen treffen viele Ältere. Dazu kommt die allgemeine Teuerung, die sich mit rund 150 Euro pro Monat niederschlägt. In der KRONE hieß es dieser Tage: „Sparpakete und Pensionisten sanieren die ÖGK“.
Daher sage ich: Genug ist genug!



