Ich berichte Ihnen heute über eine Reform, für die ich mich lange und mit Nachdruck eingesetzt habe: Im Nationalrat ist vergangenen Mittwoch die „Aktivpension“ beschlossen worden. Sie betrifft all jene unter Ihnen, die das gesetzliche Pensionsalter erreicht haben oder erreichen werden und weiterhin – ganz oder teilweise – berufstätig sein möchten. Das ändert sich für Sie:
Die Aktivpension – das Wichtigste für Sie auf einen Blick
- Steuerfreies Einkommen: Bis zu 1250 Euro Erwerbseinkommen pro Monat – also maximal 15.000 Euro im Jahr – bleiben steuerfrei.
- Start: Die Regelung gilt ab 1. Jänner 2027.
- Für wen: Sowohl für unselbstständig Beschäftigte als auch für Selbstständige – egal, ob Sie Ihren Pensionsantritt aufschieben oder bereits Pension beziehen und daneben weiterarbeiten.
- Voraussetzung bei laufender Pension: Wer bereits Pension bezieht und weiterarbeiten möchte, benötigt 40 Versicherungsjahre. Für Frauen gibt es eine Übergangsregelung: Die erforderliche Versicherungszeit steigt schrittweise an und erreicht 2033 die vollen 40 Jahre.
- Keine Arbeitnehmerbeiträge mehr: Wer unter die Aktivpension fällt, zahlt keine Pensionsversicherungsbeiträge mehr – der bisherige Arbeitnehmeranteil fällt weg. Der Arbeitgeber muss seinen Beitrag weiterhin leisten.
Unter dem Strich bedeutet das: mehr Netto vom Brutto für alle, die freiwillig in der Pension weiterarbeiten.
Warum mir das so am Herzen liegt
Ich habe lange und hart dafür gekämpft, dass freiwilliges Arbeiten in der Pension attraktiv wird. Mit dem Freibetrag von 15.000 Euro pro Jahr ab 1. Jänner 2027 und dem Wegfall der Dienstnehmerbeiträge gibt es mehr Netto vom Brutto. Wer in der Pension weiterarbeiten kann und will, soll steuerlich und bürokratisch entlastet werden. Das ist ein konkreter Anreiz für Tausende Menschen.
Die Aktivpension verbindet für mich individuelle Wahlfreiheit mit gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Nutzen. Sie können länger aktiv bleiben, Ihr Wissen und Ihre Erfahrung weitergeben und gleichzeitig Ihre finanzielle Situation verbessern. Eine Win-Win-Situation.
Mir liegen dabei zwei Dinge am Herzen: Wir müssen Menschen, die arbeiten können und wollen, durch Gesundheitsförderung, Weiterbildung und altersgerechte Arbeitsplätze möglichst lange im Erwerbsleben halten. Und wir müssen jenen, die nach Erreichen des Pensionsalters freiwillig weiterarbeiten wollen, einen finanziellen Anreiz geben. Genau hier setzt die Aktivpension an. Es ist doch absurd, 50 Jahre Wissen und Erfahrung aufzubauen – und dann ab einem Stichtag nicht mehr zu nutzen.
Ob Sie diese Möglichkeit nutzen möchten oder nicht – die Entscheidung liegt bei Ihnen. Mir war es wichtig, dass jene unter Ihnen, die weiterarbeiten wollen, dies künftig zu deutlich besseren Bedingungen tun können.



