Manchmal braucht es Hartnäckigkeit, um an die Wahrheit zu kommen – und genau die haben wir bewiesen.
1,50 Euro wurden plötzlich zu 3,20 Euro
Sie erinnern sich sicher noch an den Ärger im vergangenen Jahr: Die Wiener Linien haben den ermäßigten Senioren-Einzelfahrschein gestrichen und durch eine Lösung ersetzt, die für viele von Ihnen um ein Vielfaches teurer ist – statt 1,50 Euro plötzlich 3,20 Euro pro Fahrt. Für mich war von Anfang an klar: Das ist eine massive Verteuerung, und sie trifft ausgerechnet jene, die es sich am wenigsten aussuchen können, sozial ungerecht. Wir haben das nicht still hingenommen. Ich habe Anträge im Gemeinderat eingebracht, gemeinsam mit Betroffenen eine Unterschriftenaktion gestartet und zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen geführt.
Wir haben nachgefragt – und wurden abgewiesen
Als wir wissen wollten, wie beliebt dieser Fahrschein eigentlich wirklich war, haben uns die Wiener Linien die Zahlen verweigert – mit dem Hinweis auf angebliche Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse und mögliche Wettbewerbsnachteile. Das wollte ich nicht akzeptieren.
Vor Gericht für Transparenz gekämpft
Also sind wir bis vor den Verwaltungsgerichtshof gezogen – und haben recht bekommen. Denn eines ist für mich klar: Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen im Eigentum der Stadt grundlegende Zahlen über die Nutzung eines öffentlich angebotenen Tarifs unter Verschluss halten will.
Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch
Und jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch. Sie sprechen für sich: Allein im Jahr 2025 wurden 3.688.262 vergünstigte Einzelfahrscheine für Pensionistinnen und Pensionisten verkauft. 2024 waren es 3.334.703, 2023 rund 3,14 Millionen, 2022 rund 2,66 Millionen.
Mehr als eine Million Fahrscheine zusätzlich
Das bedeutet: Innerhalb von nur drei Jahren ist die Zahl um mehr als eine Million Fahrscheine gestiegen – ein Plus von rund 39 Prozent. Diese Karte war also keineswegs ein Nischenprodukt, wie man uns glauben machen wollte, sondern ein Angebot, das immer mehr von Ihnen genutzt und gebraucht haben.
Die Erklärung der Wiener Linien überzeugt mich nicht
Die Wiener Linien begründen die neue Tarifstruktur damit, dass vor allem jene entlastet werden sollen, die regelmäßig mit den Öffis unterwegs sind, während den alten Einzelfahrschein angeblich auch Touristinnen und Touristen genutzt hätten. Den Anstieg erklären sie mit der Rückkehr in die Öffis nach der Pandemie. Ich sage Ihnen: Diese Erklärung überzeugt mich nicht, und sie ändert nichts an der Tatsache, dass gerade Seniorinnen und Senioren heute deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.
Der Kampf für einen leistbaren Senioren-Fahrschein geht weiter
Wir geben uns mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. Der Kampf um einen leistbaren Senioren-Fahrschein ist für mich noch lange nicht zu Ende – und mit diesem Gerichtsurteil im Rücken haben wir jetzt schwarz auf weiß, dass wir die ganze Zeit recht hatten. Ich bleibe für Sie dran.
Wenn Sie mich bei der Wiedereinführung des Seniorenfahrscheins unterstützen möchten, freue ich mich über Ihre Meinung und Unterstützung in den Kommentaren unter meinem Video auf Facebook oder Instagram



