31.01.2018

Korosec: Nachhaltige Arbeitsmarktpolitik statt Scheinlösungen

„Aktion 20.000“ löst keine Probleme – es braucht neue soziale Gerechtigkeit

„Arbeitsplätze für die ältere Generation müssen dauerhaft geschaffen werden. Die „Aktion 20.000“ löst die Problematik am Arbeitsmarkt nicht, sondern schafft einen Scheinarbeitsmarkt, der noch dazu nicht dauerhaft ist. Daher war es richtig dieses Vorhaben nicht weiterzuführen“, so Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, in einer ersten Stellungnahme zur Aktuellen Stunde im Plenum des Nationalrats. 

Durch die „Aktion 20.000“ sollten, im Zeitraum vom 1.Jänner 2018 bis 30.Juni 2019, 20.000 Arbeitsplätze, für Arbeitslose über 50, in Modellregionen geschaffen werden. Die Koordination für die Arbeitssuchenden sollte dabei das AMS übernehmen, die Lohn- und Lohnnebenkosten bis zu 100% staatlich gefördert werden. „Christian Kern und die SPÖ setzen nur auf kurzfristige Effekte. Die Aktion 20.000 hätte einen künstlichen Arbeitsmarkt geschaffen und keine nachhaltige Lösung. Noch dazu wäre die Aktion nach eineinhalb Jahren wieder ausgelaufen, was für die 20.000 Menschen wieder Arbeitslosigkeit bedeutet hätte. Somit hätten wir zwar viel investiert, aber die Menschen nicht auf Dauer in Beschäftigung gebracht. Die Bundesregierung hat ganz klar gezeigt, dass sie für eine neue soziale Gerechtigkeit steht, die den Menschen hilft, die sich selbst helfen möchten, es aber nicht können“, stellt Korosec weiter fest. “Es muss nachhaltig in die Qualifizierung der älteren Arbeitssuchenden investiert werden und nicht in Scheinlösungen“, betont Korosec.