09.11.2017

Manchmal ist ein Danke nicht genug

Wir alle kennen dieses Dilemma: Man sagt einer guten Freundin, einem guten Freund, von ganzem Herzen „Danke“. Aber es bleibt das Gefühl, dieses „Danke“ sei angesichts der großen Leistungen der betreffenden Person bei weitem nicht ausreichend.

Genau dieses Gefühl befällt mich beim Schreiben dieser Zeilen. Die „betreffende Person“ ist Mag. Gertrude Aubauer. Sie wollte für den Nationalrat nicht mehr kandidieren. Das musste ich mit Bedauern zur Kenntnis nehmen. 

„Unsere Gerti“ hat sich elf Jahre lang im Hohen Haus für die Anliegen der Seniorinnen und Senioren eingesetzt. Und dabei Großes vollbracht. Beispielhaft erwähnt seien nur das neue Erwachsenenschutzgesetz und die Enquete-Kommission zum Thema „Würde am Endes des Lebens“

Dafür kann man Gerti gar nicht genug danken – schon gar nicht mit dem simplen Wort „Danke“, auch wenn es noch so herzlich gemeint ist. Trotzdem soll es, ja, muss es, an dieser Stelle Verwendung finden: Gerti, ich danke dir!

Neben dem weinenden gibt es aber auch ein lachendes Auge: Gerti wird weiterhin als Vizepräsidentin des Österreichischen Seniorenbundes und damit als meine Stellvertreterin aktiv sein. Von Ruhestand also keine Spur. Das Wort „Unruhestand“ trifft hier wohl eher zu. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit!

In Zukunft werden der Polizeigeneral Karl Mahrer B.A. und der Wissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Taschner uns Seniorinnen und Senioren im soeben gewählten Nationalrat vertreten.

Es wird eine konstruktive Zusammenarbeit, sie wird ganz im Sinne der Seniorinnen und Senioren stehen. Ich freue mich schon sehr!